Die Verlegerin Karin Kramer ist gestorben

»Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben«

Emanzipatorische Linke

Unter der Überschrift „Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben“ schreibt unser Mitglied Karsten Krampitz in Analyse und Kritik (Nr. 593, 15. April 2014) einen feinen, kleinen Text zum Tod der Verlegerin Karin Kramer:
Buchmesse im Frühjahr 2000: Die Veranstalter hatten die Lesezeiten verlost, im Programm stand für diesen Tag und diesen Raum: »10 Uhr bis 10.30 Uhr Karsten Krampitz, Affentöter«. Das Problem: Die Hallen öffneten erst um zehn. Und: Ich hatte gar kein Buch, der Roman über den Papierkrieg der Berliner Obdachlosenblätter war noch nicht gebunden; ich wollte aus den Fahnen lesen. Ja, nicht einmal meine Verlegerin war zugegen. In Leipzig hatte der Karin-Kramer-Verlag nie einen eigenen Stand, immer nur in Frankfurt am Main. Eine viertel Stunde, nicht länger, harrte ich der Leute, saß im Publikumsbereich und schaute auf die offene Tür.
»Ist der Autor schon da?«, fragte jemand im Türrahmen. »Nee«, sagte ich.
In der Woche…

Ursprünglichen Post anzeigen 631 weitere Wörter

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s