Feminismus: „In allererster Linie hat euch das Patriarchat das Hirn gefickt“

Die Lüge der sexuellen Befreiung

(aus Die Störenfriedas

DEIN BLOG FÜR FEMINISMUS, SOZIALKRITIK UND ANTIFASCHISMUS)

„Immer wieder werden wir in der öffentlichen Diskussion mit der angeblichen sexuellen Freiheit der Frau konfrontiert “Ich bin sexuell selbstbestimmt“, heißt es dann. „Ihr habt die gleichen Rechte wie die Männer.“ Das wird konterkariert durch Vodafone-Werbespots, in denen ein Mann einer Reihe von Frauen auf den Hintern klopft oder Mädchen, die auf einem Festival zwei Männer oral sexuell befriedigen, dabei keinerlei sexuellen Gegengewinn haben, im Internet als Schlampen und Nutten denunziert werden. Was also ist los? Sind Frauen nun frei, sexuell befreit, gleichberechtigt mit den Männern? Ständig ist doch von “sexueller Selbstbestimmung” und “Freiheit” die Rede? Wie ist es um diese Freiheit, um diese Selbstbestimmung bestellt?


Tatsächlich zeigt die gesamte Geschichte der Frauenbefreiung, wie jedes Stück der zugestandenen Rechte zugleich zu einem neuen Instrument ihrer Unterdrückung gemacht wurde. Die erste Frauenbewegung kämpfte um das Recht, arbeiten zu dürfen und am Ende vor allem um das Wahlrecht. Diese gemeinsamen Ziele schweißten die Frauenrechtlerinnen zusammen. Als sie erreicht waren, zerbrach die Frauenbewegung und es setzte eine Ära einer Pseudo-Freiheit ein, die besonders Männer dafür zu nutzen wussten, sich an dieser angeblichen „Freiheit“ der Frauen vor allem sexuell und ökonomisch zu bereichern.
„Nach dem Ende der feministischen Bewegung, als die Frauen das Wahlrecht erhalten hatten, kam die Ära der Charleston-Mädchen mit dem Bubikopf, eine Ära, die mit ihrer der pseudobefreiten Sexualität unserer Zeit sehr ähnlich war. Die weit verbreitete Rebellion der Frauen, die durch die feministische Bewegung in Gang gesetzt worden wurde, hatte die einheitliche Stoßrichtung verloren. Die Mädchen, die mit ihren kurzen Haaren und Rücken aufs College gingen konnten ihre Frustration nicht mehr auf ein politisches Ziel umsetzen.“[1] Sie führt dazu weiter Herbert Marcuse an:
„Das Konzept der repressiven Entsublimierung beinhaltet den Ausdruck von Sexualität in Modi und Formen, die die erotische Energie reduzieren und schwächen. Bei diesem Prozess bereitet sich Sexualität auf vorher tabuisierte Bereiche und Beziehungen aus. Anstatt jedoch diese Bereiche und Beziehungen nach dem Bild des Lustprinzips neu zu schaffen, setzt sich die gegensätzliche Tendenz durch: Das Realitätsprinzip erweitert seinen Anspruch auf den Eros Die klarste Illustration dafür zeigt sich in der methodischen Einführung von Sex in Geschäftsleben, Politik, Propaganda usw.“[2]
Dies schrieb Marcuse 1967. Er hätte sich wohl nicht ausmalen können, wie sexualisiert Werbung, unser gesamter Alltag heute ist, während zugleich die Prüderie in jeder Beziehung hochgehalten wird. Porno überall, während Mädchen Schlampen sind, wenn sie öffentlich Oralsex haben. Aktiven natürlich, wie sich das für das Patriarchat gehört.
Frauen durften also nun studieren. Sie durften rauchen, Affären haben, eine Menge Dinge tun, die ihren Müttern verwehrt geblieben waren. Doch was war diese Freiheit in Wirklichkeit?
„Häufig lag der der einzige Unterschied zwischen der modernen Hausfrau mit College-Bildung und der traditionellen Muster-Hausfrau früherer Zeiten nur in dem Jargon, mit dem sie ihre eheliche Hölle beschreiben konnte.“[3] Ich bin mir sicher, Betty Friedan hatte ihre Freude an diesem Satz.
Die Frauen waren also nun befreit, Sex vor der Ehe, Pille und so weiter. Aber war es deshalb besser für sie?
Shulamith Firestone klärt uns auf:
„Aber das ganze Gerede von der sexuellen Revolution erwies sich als sehr wertvoll für die Männer, wenn es auch keine Verbesserung für die Frau brachte. Die Frauen wurden davon überzeugt, dass die üblichen weiblichen Spiele und Forderungen grauenhaft, unfair, prüde, altmodisch, puritanisch und selbstzerstörerisch sind. Dadurch wurde ein neues Reservoir verfügbarer Frauen geschaffen und der magere Nachschub für die sexuelle Ausbeutung vergrößert, weil die Frauen sogar des geringeren Schutzes, den sie sich so mühsam erworben hatten, beraubt wurden. Die Frauen wagten heute nicht, die alten Forderungen zu stellen, aus Angst, dass ihnen dann ein ganz neues Vokabular, das nur zu diesem Zweck erfunden wurde, entgegengeschleudert wird: „verklemmte Ziege, Pißnelke, knitterfest, zugenäht, schlechter Trip.“ Das Idealbild dagegen ist das „scharfe Klasseweib.““ Der ganze Beitrag

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3 Kommentare zu “Feminismus: „In allererster Linie hat euch das Patriarchat das Hirn gefickt“

    • Mehr nicht? Ein Link zu dieser Seite, die nichts anderes tut und kann als billige Apologie des Bestehenden (und das als „Wissenschaft“, „kritische“ sogar, verkauft), ist alles, was den Feminismusdooffindern noch bleibt? Dann scheint es um ihre Sache ja schon bemitleidenswert schlecht zu stehen.

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