Update: Ist Sahra Wagenknecht für die Linke tragbar?

Sie will die Linke auf eine nationalistische Linie führen. Zusammen mit ihrem Gatten und Einflüsterer Lafontaine probiert sie an diesem Donnerstag die Gesprächs-Koalition mit ultrarechten und europafeindlichen Schweizern. 

Update: Aus gut informierten Kreisen haben wir erfahren, dass sich die Beiden sogar die Höhe ihres Honorars aussuchen konnten. Das ist doch sehr generös von den Schweizer Fast-Nazis. Wagenknecht soll übrigens wegen Schnupfen abgesagt haben…dann haben sie Gysi angefragt…

Sie propagiert ungeniert kruden Antiamerikanismus und positioniert ihn zusammen mit ihrem zukünftigen Fraktions-Co Dietmar Bartsch in einer Analyse zur Flüchtlingsflut.

Die Schnittmengen mit der populistischen Rechte sind augenscheinlich. (siehe Grafik) Auf ihrem Facebook-Account tummeln sich Verschwörungstheoretiker, neurechte Querfrontler, Wahnwichtel und Antisemiten.

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Sie lässt keine Gelegenheit aus, um den Genoss*innen zu zeigen, welches Geistes Kind sie ist.

Und die soll die neue Fraktionsvorsitzende der Linken werden?

Der Mann an ihrer Seite und Taktgeber ihrer Argumentation, Oskar Lafontaine, propagiert indes den Zusammenhang zwischen Flüchtlingshilfe und Einkommen. „Ich weiß nicht, ob ich das ekelhaft, Rassismus relativierend oder einfach nur Scheiße finden soll.“ schrieb daraufhin ein linker User.

lafo

Auch Bundesgeschäftsführer Höhn hält dagegen: „Ein wirklich Existenz sichernder Mindestlohn und die Ablösung des entwürdigenden Hartz-IV-Systems durch eine sanktionsfreie Mindestsicherung sind programmatischer Kernbestandteil der Partei DIE LINKE. Wir kämpfen für diese Ziele seit langem und völlig unabhängig von aktuellen Flüchtlingszahlen. Wer beides in einen Zusammenhang setzt, muss wissen, dass er damit – gewollt oder ungewollt – all jenen in die Hände spielt, die immer wieder versuchen, Menschen, denen es schlecht geht, gegen Menschen auszuspielen, denen es noch schlechter geht. Dagegen muss DIE LINKE Widerstand leisten. Willkommenskultur und eine menschenwürdige Aufnahme von Flüchtlingen sind keine Frage des Einkommens.“

Widerstand für den konsequenten Nationalismus von Lafontaine und Wagenknecht kommt endlich auch von Katja Kipping. Nach monatelangem Stillhalten macht sie nun Front gegen die Thesen vom Tandem Lafontaine/Wagenknecht. 

Das Zerstörungspotenzial des „linken“ Duos ist riesig, die Gegenkraft innerhalb der Partei eher dürftig. Die Strahlkraft einer Wagenknecht überdeckt ihre populistische und antieuropäische Agenda. Viele denken immer noch an DAS Gesicht der Linken, anstatt ihr zuzuhören.

Eine Emanzipatorische Linke und nicht nur sie, muss sich in Zukunft fragen, ob eine Zugehörigkeit zur Partei Die Linke unter einer Fraktionsvorsitzenden Wagenknecht für sie und uns alle noch irgendwie tragbar ist. (RW)

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4 Kommentare zu “Update: Ist Sahra Wagenknecht für die Linke tragbar?

  1. Offensichtlich wurde eine Lösung gefunden. Lafontaine und Wagenknecht werden für 10 Jahre an die SVP ausgeliehen, dann macht die Schweiz die Grenzen dicht und vom Leihgeld kaufen wir uns frisches Personal!

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  2. und jetzt mal im Ernst .. wie aus gutunterrichteten Kreisen kolportiert wurde, konnten die Gäste dieser Veranstaltung ihr Honorar selbst bestimmen, da der Veranstalter über Milliarden verfügt. Abschaum! Das ist so eklig. Kotz.

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  3. Nicht persönlich nehmen – aber das ist Bullshit Galore. Wenn es draussen warm ist, und Ich sage das, und irgendein Nazi sagt das auch, konstituiert das keinerlei darüber hinausgehende Ähnlichkeit zwischen mir und besagtem Nazi. Die USA HABEN den Irak destabilisiert, den IS wachsen lassen, ihn ausgerüstet, und lassen ungebrochen zu, daß ihr NATO-Partner Türkei und ihr Partner Saudi-Arabien, ihr Partner Qatar und andere den IS weiter fördern. Das ist Faktenlage. Und die zu benennen ist legitim und für eine tatsächlich demokratisch denkende Politikerin Pflicht. Daß die Rechtsextremen in der Analyse übrigens grundsätzlich abschreiben oder fantasieren, ist eigentlich bekannt. Und während der „AfD“-Part Blödsinn erzählt – von wegen „eigentliche Verursacher“ & „Flüchtlingsströme“- kann man Sahra Wagenknecht genau GAR nichts in der Art vorwerfen. Ich kann mich für die Richtigkeit der von ihr genannten Fakten nach bestem Wissen und Gewissen verbürgen.

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