Die Saarland-Linke nach Lafontaines „Sprung in die Kniekehlen aller Helfer und Demonstranten gegen Pegida und Co.“

Ich dokumentiere hier mal die wichtigsten Kommentare zu Lafontaines Flüchtlings-Statement. Lest aber bitte bis zum Ende, denn da kommt erst das Beste….

Oskar Lafontaine zu Flüchtlingen: „In der aktuellen Flüchtlings-Debatte fordere ich feste Flüchtlings-Kontingente in Europa, um den Familiennachzug in Deutschland aufrecht erhalten zu können. Dazu hier meine neueste Pressemitteilung:
„Es ist menschlicher, die Zahl der Flüchtlinge, denen man in Deutschland Schutz gewährt, durch feste Kontingente in Europa zu begrenzen und dafür den hier Aufgenommen zu ermöglichen, ihre Ehepartner und Kinder nach zu holen. Ein stetig ansteigender Zuzug dagegen hätte zwangsläufig zur Folge, dass der Nachzug von Familienmitgliedern begrenzt werden müsste. Auch der sozialdemokratische Ministerpräsident von Schweden, Stefan Löfven, fordert jetzt aus demselben Grunde eine gerechte Verteilung der Flüchtlinge in Europa. ‚Wir befinden uns nun in einer extrem angespannten Situation.‘ Es sei ‚an der Zeit, dass andere Länder ihre Verantwortung übernehmen‘. Eine entsprechende klare Aussage der Bundeskanzlerin Angela Merkel fehlt bisher. Nach Auffassung führender Politiker in Europa ist sie daher mittlerweile mit verantwortlich für die stetig ansteigenden Flüchtlingszahlen und das Erstarken rechter Parteien in Europa. Auf europäischer Ebene sollten faire Vereinbarungen getroffen werden. Um denen, die nicht aufgenommen werden können, ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen, sind die Flüchtlingslager in der Krisenregion finanziell so auszustatten, dass die Menschen nicht hungern und im Winter nicht frieren müssen und dass ihre Kinder eine Schule besuchen können. Die Gleichgültigkeit der Regierungen der reichen Länder, auch der deutschen, gegenüber der Not in den Flüchtlingslagern, hat dazu geführt, dass immer mehr Menschen aufgebrochen sind, um sich in Europa, vor allem in Deutschland, eine neue Existenz aufzubauen.“

Für die Aufnahmebereitschaft der Bevölkerung sei der soziale Frieden im Land der Schlüssel. „Die Kosten dürfen nicht diejenigen tragen, die ohnehin schon benachteiligt sind, nämlich die Geringverdiener, Arbeitslosen, Rentner und Familien. Es darf nicht sein, dass an Schulen, im sozialen Bereich, bei der öffentlichen Daseinsvorsorge und der Polizei gekürzt und gestrichen wird, während sich Merkel, Gabriel und Co weigern, Millionäre angemessen an der Finanzierung zu beteiligen. Der Tisch für die Flüchtlinge muss von den Reichen gedeckt werden. Wir fordern daher:

– Höhere Besteuerung von Millionen-Einkommen, -Vermögen und -Erbschaften
– Erhöhung des Hartz-Regelsatzes auf 500 Euro
– Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro
– Erhöhung der Mittel für den sozialen Wohnungsbau auf Bundes- und Landesebene
– mehr Lehrer in den Schulen und mehr Polizei vor Ort
– mehr Geld für die Flüchtlingslager im Vorderen Orient.“

Bundesgeschäftsführer Höhn äußert sich wie folgt: „Ich teile Oskar Lafontaines Position nicht. Weder ist es akzeptabel, die einen Flüchtlinge gegen die anderen auszuspielen, noch ist es hilfreich, den sozialen Frieden angesichts der aktuellen Situation als gefährdet zu proklamieren. Beides tun andere jeden Tag – und ich bin dankbar, dass viele Menschen genau dagegen Woche für Woche auf die Straße gehen.“

Peter Laskowski von der Ema.Li BW hat das ganze gedankliche Drama eines Lafontaine auf den Punkt gebracht.

Zur Kritik des Bundesgeschäftsführers der Partei DIE LINKE, Matthias Höhn, an den flüchtlingspolitischen Forderungen Oskar Lafontaines, erklärt der parlamentarische Geschäftsführer der Linksfraktion im Saarländischen Landtag, Prof. Heinz Bierbaum „Geschäftsführer Höhn hat offenbar wenig Kontakt mit der Bevölkerung. Seine Kritik an der Forderung Oskar Lafontaines nach europaweiten Kontingenten zur Aufnahme von Flüchtlingen, um den weiteren Zustrom in Schweden und Deutschland zu begrenzen und den Familiennachzug zu ermöglichen, stößt bei vielen auf Kopfschütteln. Man könnte von einem Bundesgeschäftsführer erwarten, dass er die besorgniserregende Zustimmung zur AFD in Ostdeutschland zumindest zur Kenntnis nimmt. Wir brauchen nur nach Frankreich zu schauen, um zu erkennen, was passiert, wenn der soziale Friede in einem Land nicht gewahrt wird und sich die Rechte des Themas bemächtigt.“

Leander Sukov hat dazu den treffendsten aller Kommentare abgelassen: „Ich erzähl Euch was von wegen sozialem Frieden, Ihr Taktiknulpen. Erstens wird die Rechte gestärkt, wenn man ihr nicht entgegentritt sondern ihre Forderungen zum eigenen Brei erklärt, und zweitens geht es hier auch um die 100.000, 200.000 besorgten Bürger, die GEGEN AfD und Pegida demonstrieren und die Euch mit dem nackten Arsch ins Gesicht springen werden, Ihr diesen Blödsinn nicht unterlasst. Und drittens, das wollen wir nicht vergessen, geht es um 800.000 oder eine Million arme Schweine, die alles verloren haben und die irgendwo eine Perspektive brauchen, Ihr Klappskallies. Und zwar nicht Lagern in der Türkei und nicht in Lagern in Jordanien und schon gar nicht in Lagern in Kopf-Ab-Saudi-Arabien, sondern in Europa! Ihr macht die Linke kaputt. Wer soll diese Partei denn noch wählen, wenn bei einer so GRUNDSÄTZLICHEN Frage ganze Landesverbände und Fraktionen mit Oskar Lafontaine an der Spitze in das verschlammte Becken der AfD springen um mal ein paar Runden mit den Deutschnationalen um die Wette zu schwimmen. Ihr politischen Kasperköppe.“
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3 Kommentare zu “Die Saarland-Linke nach Lafontaines „Sprung in die Kniekehlen aller Helfer und Demonstranten gegen Pegida und Co.“

  1. Pingback: Die Saarland-Linke nach Lafontaines “Sprung in die Kniekehlen aller Helfer und Demonstranten gegen Pegida und Co.” | Troll Dich!

  2. Alle Achtung für die Bewertung:

    Leander Sukov hat dazu den treffendsten aller Kommentare abgelassen:

    “Ich erzähl Euch was … Ihr Taktiknulpen“,

    „die Euch mit dem nackten Arsch ins Gesicht springen“,

    „Ihr Klappskallies“

    „Ihr macht die Linke kaputt. Wer soll diese Partei denn noch wählen, wenn“

    “ mit Oskar Lafontaine …. in das verschlammte Becken der AfD springen um mal ein paar Runden mit den Deutschnationalen um die Wette zu schwimmen.

    „Ihr politischen Kasperköppe.“

    Was soll das sein ? Treffend ? Ja, es ist treffende Verunglimpfung , feindlich und damit nicht am Ausgangspunkt human !

    Der Autor ist beinahe selbst schon am Baden, in seinem angestrengt erdachten Verbalschlammbecken. So drückt man sich nicht aus, wenn man sich anständig auseinandersetzen will. Dahinter stecken doch scheinbar ganz andere Motive..

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    • Ja, „scheinbar“. Aber wirklich nur scheinbar. 😛

      Was stört Dich an Leanders Feststellung “Ihr macht die Linke kaputt. Wer soll diese Partei denn noch wählen”? Ich habe in den letzten Tagen in vielen Blogs und auf vielen Facebook-Seiten die verzweifelte Frage gelesen, wen man denn jetzt noch wählen soll, wenn auch die Linke schon am Asylrecht herumschnippelt. Du nicht?

      Der Stil ist auch nicht mein Fall; ich versuche normalerweise, meinen Zorn nicht in die Ausdrucksweise durchschlagen zu lassen. Aber mit Bierbaum kann man sich kaum anders auseinandersetzen, da er bei seinem überheblichen Angriff auf Matthias Höhn nicht nur seine eigene Unbelehrbarkeit demonstriert, sondern auch vor der AfD einknickt.

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