Wahlkampf a la Wagenknecht

wageDas Interview der Sahra Wagenknecht zu Flüchtlingen kommt, wie immer ihre „nationalbolschewistischen“ Ausführungen, zur Unzeit.

In Berlin tagt gerade der Landesparteitag mit der Annahme des Landeswahlprogrammes für September 2016 und für den vorher stattfindenden Wahlkampfes. Morgen, am Super-Sunday, finden in drei Bundesländer Landtagswahlen statt, wo man, zumindest alle demokratisch denkenden Menschen, einen Einzug der AfD in die Parlamente verhindern will oder ihre prognostizierten Prozente reduzieren möchte.

Überall kämpft auch die Linke um bestmögliche Ergebnisse. In Reinland-Pfalz ist man bei indiskutablen 3% stecken geblieben, wirkt sehr marginal in der Lebenswirklichkeit des Landes im Westen. Im Ländle stockt man bei 4% und wäre damit, wieder nicht, im Landesparlament vertreten. Da haben Bernd Riexinger als Parteivorsitzender und Spitzenkandidat, sowie die mit viel Trara gepimpte Werbekampagne „FeelTheBernd“ des FDS Baden-Württemberg zumindest bisher nicht viel für ein besseres Ergebnis beigetragen.

Wulf Gallert kämpft nun schon das dritte Mal um die Staatskanzlei in Magdeburg. Er wird es auch dieses Mal nicht schaffen, obwohl er sogar als Frauenversteher in den Wahlkampf ging. Er wird der CDU wieder den Vortritt überlassen müssen.

Wer nun gehofft hat, die Bundestagsfraktion würde offensive Wahlkampfhilfe leisten, sieht sich getäuscht. Was ist ein Papier zur Unterstützung der Flüchtlinge wert, wenn zeitgleich die Fraktionsvorsitzende ganz andere und konträre Töne anschlägt? Was sind die reflexartigen Empörungen und Unmutsäußerungen von Fraktionsmitliedern und anderen hoch angestellten Politiker wert, wenn die Außendarstellung der Partei von Sahra Wagenknecht und ihrer nationalistischen Denke dominiert wird. Ist die Zeit nach einer personellen Distanzierung nicht reif genug?

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via Torsun Burkhardt

Das Paralleluniversum einer Wagenknecht (und eines Lafontaine und einiger Anderer) werden weiterhin emanzipatorische, empathische und aufgeklärte Leute von einer Mitarbeit bei den Linken abhalten. Da wird es nichts helfen, dass ganz ganz viele tolle Leute hier zu Gange sind.

Immer noch stellt sich immer wieder die Frage, was den Reformer bewogen haben könnte, eben Bartsch und Wagenknecht als Fraktionsvorsitzende zuzulassen. War damals die Soljanka schlecht oder wurden einfach zuviel Wodka gereicht, um sich auf diesen Deal eingelassen zu haben?

Die Quittung bekommen die Mitglieder und Sympathisanten der Linkspartei jetzt. Die Vorsitzende der Linksfraktion in Deutschen Bundestag macht kurz vor der Wahl in drei Bundesländer Wahlkampf für die AfD.

 

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Ein Kommentar zu “Wahlkampf a la Wagenknecht

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