Die Partei DIE LINKE hat ein gewaltiges Problem. Und die Deutsche Physikalische Gesellschaft auch.

Flag_of_Fukushima_Prefecture_(1951-1968)_svg
Bis ins Jahr 1986 war mein Leben halbwegs in Ordnung. Pubertät ohne Stimmbruch überlebt, Studium der Physik irgendwie ganz nett, ich hatte eine Freundin, als Vollnerd, Hammer! Dann verstieß ich gegen die Maxime von Groucho Marx – „Ich mag keinem Club angehören, der mich als Mitglied aufnimmt“ und wurde Mitglied in der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, kurz DPG. Egal – die Physiker in Freiburg, die einen Tag nach der Reaktorexplosion in Tchernobyl ihre Detektoren aus dem Labor nach draußen richteten und uns Newcomern im ad hoc Colloquium erklärten, dass da ein Reaktor fast komplett in die Luft gegangen war (+/- 50 %), das hat mich beeindruckt – bevor die Politpappnasen überhaupt zucken konnten und uns weißmachen wollten, dass alles in Ordnung sei – yeah, science rules!

2005 dann IGM Mitglied – das ist eine Gewerkschaft, die auch mit der Rüstungsindustrie irgendwie gut kann, aber es geht ja um Arbeitsplätze und damals ging es auch um meinen. Dann 2009 DIE LINKE, dann immer mehr Vereine, mittlerweile kann ich meine Mitgliedschaften gar nicht mehr zählen, die buchen aber alle ab. Außer die DPG. Die schickt immer noch Rechnungen, 1986 hatte ich gerade kein Konto. Nun lese ich im Physik Journal März 2016 zum Schwerpunkt „Reaktorunfälle – Tschernobyl und Fukushima“ die Beiträge. Und muss nur noch kotzen. Selten habe ich empathiefreiere Texte gelesen. Wurden diese Texte von WordBots generiert? Dann noch mit dem offensichtlichen Vorwurf garniert, dass das Hauptproblem die psychologische Konstitution der „Opfer“ sei. Aus Angst vor nix drehen die einfach immer noch weiter durch, wenn da mal ein Reaktor durchbrennt. Kein Wort ansonsten von menschlichen Opfern. „ Aber hundertprozentige Sicherheit wird es nie geben“. Nö, ehrlich? Ekelerregend. Die Zeit hat da offensichtlich abgeschrieben. Also, um es kurz zu machen. Die nächste Aufforderung meinen DPG Beitrag zu überweisen werde ich verbrennen. Sterne und Weltraum ist eh geiler als das langweilige Physik Journal. Ich schäme mich. Das ist alles so furchtbar, kognitive Dissonanz hin oder her, irgendwann ist Schluss. Und wenn das Bundesverfassungsgericht den Stromkonzernen den Weg für 22 Milliarden Euro Entschädigung freimacht, höre ich auf zu arbeiten.

Nun zur Partei Die LINKE. Ach. Das ist auch so furchtbar. Aber das haben andere schon aufgeschrieben. Ihr seid die nächsten denen ich heimlich kündige. Lasst Wagenknecht, Dehm und die anderen Pappnasen so weitermachen. Nicht mehr lange, dann ohne mich. Das Leben ist so schön, auch ohne Mitgliedsbeiträge. Eine offene Gesellschaft kriegt ihr so auch nicht hin. Es gibt ein Leben ohne Vereine!
Liebe anstatt Hass – und ohne Gott.

Besoffenen guten Morgen,

Dr. Genusskram

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s