Für eine linke Diskurshoheit: Prominente Ex-Piraten unterstützen die LINKE

„Aufbruch in Fahrtrichtung Links“ heißt der Aufruf von 35 Ex-Piraten, die damit für eine Alternative im politischen Berlin, und nicht nur dort, stehen, die linke Politik mit der LINKEN, insbesondere mit dem Landesverband Berlin, gestalten wollen. Das passt, ist doch jede Unterstützung, gerade im Wahljahr 2016, vonnöten und gern gesehen.

Durch eine Annäherung der bisher in der Progressiven Plattform versammelten Expiraten mit der Emanzipatorischen Linken, sowie vielschichtigen Kontakten zwischen Politikern der Piraten- und der Linksfraktion im AGH, gemeinsamen Veranstaltungen und dem bereits vollzogenen Wechsel der Parteibücher vieler ehemaligen Piraten bahnte sich bereits eine kreative und umfangreiche Unterstützung der Aufrufenden für die LINKEN an.

„Mit diesem Aufruf erklären wir, das wir 2016 die Linke in Berlin und darüber hinaus solidarisch unterstützen und mit ihr gemeinsam an einer solidarischen Alternative zum bürgerlichen Mainstream arbeiten wollen.
Es ist ein Aufruf an alle linken Ex-Pirat*Innen in der LINKEN mitzuarbeiten und an die ehemaligen Wähler*Innen der Piratenpartei, die LINKE bei der Berliner AGH-Wahl im September zu wählen, um einen benötigten politischen Wechsel möglich zu machen.

Hier findet man den gesamten Aufruf auf PDF: Aufbruch in Fahrtrichtung links

Auf Augenhöhe

Die Emanzipatorische Linke und die Progressive Plattform haben sich zum Ziel gesetzt, sich kennen zu lernen, Schnittmengen auszuloten und mit gemeinsamen Projekten den politischen Diskurs zu befeuern. Dies geschah schon im Januar bei einem ersten Zusammentreffen. Auf der Webseite der Progressiven Plattform kann man schon so Einiges nachlesen.

Wir haben uns an einem Sonntag im Juni schon wieder getroffen und da wurde es bereits sehr konkreter. Wir haben uns nicht nur kennengelernt (Manche kannten sich bereits..), es wurden auch ganz interessante Projekte besprochen.

Die progressive Plattform wird sich mit zwei Projekten um die Flüchtlingsfrage kümmern. Einmal steht die Frage, wie eine Flüchlingsunterkunft selbst betrieben werden kann und dann sind noch Maßnahmen geplant, die sehr konkret Integration der Neuankömmlinge ermöglichen und erleichtern soll.

Gestaltungsmöglichkeiten zur direkten Demokratie sind in einem weiteren Projekt gefragt. Das alles kann man später detailliert auf der Webseite der progressiven Plattform nachlesen.

Die Emanzipatorische Linke plant wieder eine aktive Mitarbeit am Frauenkampftag. Der Berliner Landesverband ist in die Planungen der Konferenz „Vorsicht Volk“ involviert, die im September stattfinden wird. Mitglieder der progressiven Plattform haben die Möglichkeit, sich ebenfalls daran zu beteiligen und wurden bereits angesprochen.

Als gemeinsames Projekt wird für das Frühjahr 2016 eine Konferenz zur Emanzipation im Grundsatz anvisiert.

Es wurde verabredet, die Kommunikationswege zwischen beiden Gruppen zu verbessern und Veranstaltungen gegenseitig zu bewerben und zu unterstützen.

Das Treffen fand, übrigens, in einer äußerst angenehmen Atmosphäre in der Kulturkantine statt. Danke nochmals an Vera und an uns alle, die für diesen netten Sonntag mit verantwortlich waren.

Man will sich wieder im Herbst treffen.

Ich glaube, da gibt es nicht nur ganz viele Schnittmengen, sondern auch einen Riesenpool von kreativen Ideen, mit denen wir eine langfristige und enge Kooperation aufbauen können. Ich freue mich jedenfalls drauf. (RW)